Forschungsprojekte
Aktuelle Projekte
LFBaktiv
Um die individuelle Gesundheit der Beschäftigten des Landesforstbetriebes (LFB) Sachsen-Anhalts zu stärken und einer negativen Entwicklung von hohen Fehl- und Arbeitsausfallzeiten mittelfristig entgegenzuwirken, werden in dem Forschungsprojekt LFBaktiv Aspekte des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) näher beleuchtet.
Ziel des Projektes ist es, den Gesundheitszustand der Beschäftigten im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung des LFB durch körperliche und psychische Interventionen gezielt und nachhaltig zu verbessern. Dazu werden in dem zweijährigen Forschungsprojekt zunächst der Gesundheitszustand und die arbeitsplatzspezifische Leistungsfähigkeit ausgewählter Mitarbeiter des Landesforstbetriebes Sachsen-Anhalts erfasst. Darauf aufbauen ist eine zweistufige, multimodale Intervention (Trainingsintervention) vorgesehen, die hinsichtlich ihrer Wirksamkeit auf den Gesundheitszustand, die psychophysische Leistungsfähigkeit, das Wohlbefinden, die Lebensqualität sowie auf die Fehl- und Arbeitsausfallzeiten hin evaluiert wird.
Auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse ist die Implementierung des Interventionsprogramms im regelhaften Arbeitsalltag der Beschäftigenten vorgesehen, so dass das BGM durch eine tragende Säule zur Stärkung des individuellen Gesundheitsverhaltens der MitarbeiterInnen dauerhaft ergänzt werden kann. Die Kooperation des LFB und der OVGU dient neben der Stärkung der strategischen Ausrichtung des BGM im LFB auch zur Förderung von Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Betrieblichen Gesundheitsförderung am Lehrstuhl für Gesundheit und körperliche Aktivität. Durch die Nutzung von angestrebten Synergieeffekten werden zudem Potenziale zur Optimierung der Organisationsentwicklung beider Partner angestrebt.
Intermittierende normobare Hypoxie-Hyperoxie
Dieser Forschungsansatz fokussiert auf den Einsatz der intermittierenden normobaren Hypoxie (INH) und Hypoxie-Hyperoxie (INHH) unter passiver und aktiver Anwendung und beschreibt damit das intervallförmige Einatmen eines sauerstoffreduzierten (Hypoxie) bzw. sauerstoffangereicherten (Hyperoxie) Luftgemisches. Als nicht-medikamentöse Therapieform kann diese Behandlungsmethode nicht nur bei gesunden Menschen zur Verbesserung der körperlichen und kognitiven Leistungsfähigkeit eingesetzt werden, sondern sie dient mittlerweile auch als vielversprechende und sichere Therapiemaßnahme bei älteren immobilen Menschen sowie Patienten mit kardiovaskulären (z. B. koronare Herzkrankheit), neurodegenerativen (z. B. Demenz) und metabolischen Erkrankungen (z. B. Diabetes). Durch den kontrollierten Einsatz (Intensität, Dauer und Häufigkeit der Exposition) können gesundheitsförderliche Adaptationseffekte stimuliert werden, die zu einer gesteigerten zellulären und systemischen Widerstandsfähigkeit führen. Somit können die INH- und INHH-Exposition sowohl zur Gesundheitsförderung im Präventions- und Rehabilitationsbereich beitragen als auch zur Steigerung der psychophysiologischen Leistungsfähigkeit im Freizeit- und Leistungssportbereich angewendet werden.
Spine Interactive (SI): Entwicklung einer KI-gestützten digitalen Health App (SI-App) bei Wirbelsäulenerkrankungen
Es wird eine SI-App für Patienten:innen mit Wirbelsäulenerkrankungen entwickelt, die die Erfassung subjektiver Symptome (z. B. Schmerz, Grad der Beeinträchtigung, Lebensqualität) und objektiver Daten zur Bewertung der motorischen und kognitiven Leistungsfähigkeit erlaubt. Die Quantifizierung der objektiven Daten erfolgt dabei über die in mobilen Endgeräten (z. B. Smartphones) verbaute Sensorik (z. B. Akzelerometer, Gyroskop) und wird genutzt, um die motorisch-funktionelle Leistungsfähigkeit bzw. Beeinträchtigungen der Patienten:innen (z. B. Kraftleistung, Mobilität, Ausdauerleistung, dynamisches Gleichgewicht, motorisch-kognitive Leistungsfähigkeit, Sturzrisiko, Beweglichkeit) mittels etablierter Tests zu messen. Zudem werden Assessments für die Erfassung der kognitiven Leistungsfähigkeit (z. B. exekutiven Funktionen) implementiert. Die erfassten Daten werden mittels künstlicher Intelligenz (KI)-Algorithmen analysiert und die Ergebnisse genutzt, um den Verlauf der Erkrankung ganzheitlich zu erfassen und somit individualisierte Handlungsempfehlungen (Diagnostik, Behandlung,Therapie) bereitzustellen. In diesem Rahmen soll ein Remote-Patienten:innen-Monitoring aufgebaut werden, das den Zugang zu einer zeitnahen Versorgung auch in ländlichen Regionen garantiert und eine zwischen Ärzten:innen, Therapeuten:innen und Patienten:innen abgestimmte Beratung, Diagnostik und Therapie ermöglicht. weiterlesen
Multimodaler Interventionsansatz zur sektorenübergreifenden Versorgung bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen (gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE))
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In dem vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Projekt MultiMove arbeitet der Lehrstuhl Gesundheit und Körperliche Aktivität mit der Orthopädischen Abteilung II des Klinikum Magdeburg an einem sektorenübergreifenden, multimodalen Bewegungsangebot für Patienten mit chronisch lumbalen Rückenschmerzen und degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen. Beschwerden im Bereich des unteren Rückens, bekannt als lumbale Rückenschmerzen, werden durch degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule ausgelöst, die häufig zu einer Verengung des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose) führen. Damit einhergehend stellt sich eine Chronifizierung von Schmerzen, eine eingeschränkte Mobilität und schließlich eine Minderung der Lebensqualität ein. Die grundständige physiotherapeutische Behandlung in Verbindung mit einer Schmerztherapie führt leider nicht immer zu dem gewünschten Behandlungserfolg. Daher wurde das Bewegungsprogramm MultiMove entwickelt, das durch die Kombination von Gleichgewichts- Koordinations- und Kognitionsübungen nicht nur auf eine Stabilisierung der rumpfnahen Muskulatur abzielt, sondern durch seinen multimodalen Aufbau auch die Vielschichtigkeit des Schmerzerlebens adressiert. Als Ergebnis dieses Programms wird eine deutliche Reduktion der Schmerzsituation, eine Zunahme der Mobilität und des allgemeinen Wohlbefindens erwartet. Ziel des Projektes ist es, das multimodale Bewegungsprogramm in der ambulanten und stationären Behandlung von degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen zu evaluieren, zu implementieren und auf seine Auswirkungen hinsichtlich der Schmerzwahrnehmung, Mobilität und Lebensqualität zu untersuchen. |
Abgeschlossene Projekte
2023
Gangkontrolle - visuomototische Interaktionen und Plastizität bei Glaukom
Laufzeit: 01.10.2019 - 30.06.2023
Ermüdung und menschliche Leistungsfähigkeit
Laufzeit: 01.01.2021 - 31.12.2023
2021
Laufzeit_ 01.10.2019 - 30.09.2021
2019
fast-care: eHealth-Dienst Prävention und Rehabilitation
Laufzeit: 01.08.2016 - 31.07.2019
2017
Zum Einfluss intermittierender normobarer Hypoxie bei älteren Menschen
Laufzeit: 01.10.2014 - 31.03.2017
2015
Bewertung der Gangvariabilität auf der Grundlage unterschiedlicher Abtastraten
Laufzeit: 01.01.2013 -31.12.2015
Entwicklung und Evaluation eines portablen multifaktoriellen Test- und Trainingsgerätes für Sportarten mit einer zyklischen Phasenstruktur (TTZ) Laufzeit: 01.07.2014 - 15.10.2015
2014
Betriebliche Gesundheitsförderung in der Waldarbeit: Einfluss von körperlicher Aktivität auf die Gesundheit
Laufzeit: 01.03.2012 - 31.12.2014
2013
Evaluation eines Nachsorgekonzeptes zur Rehabilitation von Prostatapatienten: Prüfung der Wirksamkeit und Effektivität eines bewegungs- und verhaltensbezogenen Interventionsprogramms
Laufzeit: 01.06.2012 - 31.12.2013
Zum Einfluss echtzeitbasierter erweiterter Realität beim Gehen von Patienten mit Hüft-TEP
Laufzeit: 01.01.2013 - 31.12.2013
Bewertung der funktionellen Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern am Beispiel der Arbeit über Kopfhöhe
Laufzeit: 01.01.2010 - 31.12.2013
2012
Evaluation von Augmented Realtity basierter Intervention in der orthopädischen Rehabilitation von Patienten mit Hüft-TEP
Laufzeit: 01.01.2010 - 30.12.2012
Wirkung von intermittierender normobarer Hypoxie in Kombination mit einem Kraftausdauertraining bei körperlich inaktiven älteren Menschen
Laufzeit: 01.04.2012 - 30.12.2012
2011
Körperliche Aktivität nach Mamma-CA (Kama-Studie) - Evaluation eines bewegungs- und verhaltensbezogenen Nachsorgekonzepts
Laufzeit: 01.06.2009 - 31.12.2011
Arbeitsmedizinische und ophthalmologische Beanspruchungsanalyse beim Tragen von Head-Mounted Displays
Laufzeit: 01.10.2010 - 31.03.2011
2009
Sport in der Nachsorge von Brustkrebs
Laufzeit: 01.09.2008 - 31.12.2009
Judo für Kids - Raufen, Tollen, Rollen.
Laufzeit: 01.05.2007 - 31.12.2009
2008
Gesundheitsfördernde Altenpflege in Sachsen-Anhalt: GASA-Studie
Laufzeit: 01.06.2005 - 31.03.2008
2007
Herzfrequenzvariabilität von KHK-Patienten in unterschiedlichen Höhen
Laufzeit: 01.10.2005 - 31.12.2007
Der Bewegungsraum Wasser in der therapeutischen Interventionen bei Schlaganfallpatienten
Laufzeit: 01.01.2006 - 31.12.2007
Prognose der Wettkampfleistung im Schwimmen von Menschen mit Behinderungen
Laufzeit: 01.01.2006 - 31.12.2007
2006
Wirksamkeit und Effektivität körperlicher Aktivität bei Hämodialysepatienten
Laufzeit: 01.01.2005 - 30.06.2006
Untersuchungen zur sensomotorischen Wahrnehmungsschulung von Menschen mit Behinderungen - Zur Optimierung der sportartspezifischen Leistung im Schwimmen
Laufzeit: 01.04.2005 - 31.03.2006
2005
Pilotstudie zur Höhenanpassung von Herzkranken - Vergleichende Ergometrie auf 1400 und 2400 Metern Höhe
Laufzeit: 01.04.2005 - 31.10.2005